Manchmal begegnet man Menschen eher zufällig – und trotzdem bleiben sie im Gedächtnis. So ging es mir mit Hannah Assil.
Zum ersten Mal habe ich sie als Teilnehmerin bei Seven vs. Wild gesehen. Schon damals wirkte sie auf mich unglaublich sympathisch. Es waren aber nicht die Videos, die dafür gesorgt hat, dass ich ihr seitdem folge. Es war die Leidenschaft, mit der sie über die Natur spricht.
Auf Instagram nimmt Hannah ihre Follower mit hinaus in Wälder, Berge und Moore. Sie zeigt Tiere, die viele von uns vermutlich nie bewusst wahrnehmen würden, erklärt ihre Lebensräume und erzählt von ihren Exkursionen. Dabei habe ich nie das Gefühl, dass sie einfach nur Wissen vermittelt. Vielmehr spürt man in jedem Beitrag ihre echte Begeisterung für die Natur.
Und genau diese Begeisterung ist ansteckend.
Vor einiger Zeit habe ich eine ihrer Fotografien als Wandbild bestellt. Schon bei diesem kleinen Kontakt habe ich sie als ausgesprochen freundlich und hilfsbereit erlebt. Solche Momente mögen unscheinbar wirken, hinterlassen aber oft einen bleibenden Eindruck.
Dieses Jahr hat sich Hannah einen großen Traum erfüllt. Für den Kosmos Verlag erschien ihr Buch Sprichst du Wald?. Für mich war sofort klar, dass ich es vorbestellen würde.
Als das Buch ankam, wurde ich nicht enttäuscht. Es ist weit mehr als ein klassisches Naturbuch. Die Fotografien sind wunderschön, die Texte laden dazu ein, den Wald mit anderen Augen zu betrachten. Statt bloße Fakten aufzuzählen, vermittelt Hannah eine Haltung: aufmerksam zu sein, genauer hinzusehen und den Wald nicht nur als Kulisse, sondern als lebendigen Lebensraum wahrzunehmen.
Während man durch die Seiten blättert, merkt man schnell, dass hier jemand schreibt, der den Wald nicht nur kennt, sondern ihn liebt.
Im Laufe dieses Jahres startete Hannah außerdem ein weiteres Herzensprojekt: ihre Naturpost Monthly Dose of Wildlife. Jeden Monat verschickt sie liebevoll gestaltete Sammelkarten, auf denen sie Tiere, Pflanzen und spannende Naturthemen vorstellt. Die Karten sind hochwertig gestaltet, informativ und machen einfach Freude. Sie erinnern mich an die Faszination, die gute Naturführer oder Sammelalben früher auslösen konnten – nur moderner und persönlicher.
Ich habe inzwischen die erste Ausgabe erhalten und freue mich schon darauf, meine Sammlung Monat für Monat wachsen zu sehen. Vor allem freue ich mich darauf, mit jeder Lieferung wieder etwas Neues über unsere heimische Natur zu lernen.
Was mich an Hannah Assil besonders beeindruckt, ist, dass sie Wissen niemals belehrend vermittelt. Sie schafft es, Neugier zu wecken. Man bekommt Lust, beim nächsten Spaziergang etwas langsamer zu gehen, genauer hinzusehen oder den Gesang eines Vogels nicht einfach als Hintergrundgeräusch wahrzunehmen.
Genau das macht für mich gute Naturvermittlung aus.
Es gibt Menschen, die ihr Wissen teilen. Und es gibt Menschen, die andere dazu bringen, sich selbst für ein Thema zu begeistern. Hannah Assil gehört für mich eindeutig zur zweiten Gruppe.
Ich bin deshalb gespannt auf die kommenden Ausgaben ihrer Naturpost und werde diesen Artikel vermutlich in einigen Monaten noch einmal ergänzen. Im Moment kann ich nur sagen: Wenn jemand die Schönheit unserer heimischen Natur mit so viel Leidenschaft vermittelt, dann verdient das Aufmerksamkeit.
Danke, Hannah, dass du so viele Menschen dazu inspirierst, die Natur mit offenen Augen zu entdecken.